Burgtobel
Dorfteil mit Häusergruppe unmittelbar am Tarschinisbach, die sich eng an die nördliche Felswand anschmiegt. Vermutlich eine der ältesten Dorfteile, der vielfach durch Hochwasser bedrohr war. Die Häuser standen bei Hochwassern in ständiger Gefahr. Die heute noch erhaltenen Haussprüche weisen auf diese Gefahren hin. Es war schliesslich die einzig mögliche Versicherung die man abschliessen konnte: «Hier habend Wir Kein Bleibend Ort /Darum Suchend Toch Die Himmels Port /H T H T (1764)»
In Grüsch seien im Burgtobel am wenigsten Leute gestorben während der Pestzeit dank der gesunden Luft. (Büchli Arnold, Mythologische Landeskunde von Graubünden, Band 1 S. 166). Man spricht heute noch vom «Tobellüftli»
Bis zum Bau der Landstrass von Schmitten durch das Dorf Grüsch (1843: Baubeginn Ganda-Grüsch) führte due Tarschinisbrugg weiter nördlich an der engsten Stelle über den Bach. Die Brückenklager sind dort noch erkennbar.
Quelle: Grüscher Flurnamen, Stefan Niggli, 2010